• Wahlkreisbüro

Die Grünen planen die Schließung kleiner Grundschulen durch die Hintertür

Innerhalb der Landesregierung gibt es Anzeichen, die kleinen Grundschulstandorte nach und nach über Umwege doch schließen zu wollen, auch wenn die Regierungsparteien an dem Leitspruch „Kurze Beine, kurze Wege“ festhalten. Im Zuge einer aktuellen Debatte Ende Januar wurde deutlich, wie sich die Parteien die Zukunft der kleinen Schulen vorstellen. Die Grünen ließen verlautbaren, dass für die geplante Anhebung der Besoldung von Schulleitungen eine Mindestschülerzahl von 40 Kindern notwendig sei. Dadurch droht nichts anderes, als ein groß angelegtes Schulschließungsprogramm in den kleinen Gemeinden.

Dabei ist die Lage eindeutig. Grundschulleitungen müssen entlastet werden. Warum sollte dies für kleine Schulen nicht auch gelten? Dort fallen die gleichen Aufgaben an wie an großen. Nur sind die Schulleitungen dort oft auch Hausmeister, Sekretärin und Klassenlehrer. Ihre Kollegien sind so klein, dass sie kaum was abgeben können. Auf ihrem Konto sind am Ende des Monats gerade mal 100 Euro mehr.

Was würde passieren, wenn die kleinen Schulen keine besser gestellte Schulleitung hätten? Die Bewerber auf Schulleitungsposten würden sich nicht auf diese Stellen bewerben und so blieben dort die Schulleiterpositionen dauerhaft unbesetzt. Ohne Schulleitung hängt jedoch stets das Damoklesschwert der Schulschließung über den kleinen Schulen. Damit ist diese Schulpolitik nichts anderes, als ein Schulschließungsprogramm, wenn auch durch einen stillen, langsamen Tod der Schulen.

Doch die kleinen Grundschulen sind weiterhin wichtig. Die Standorte sind für das Wohlergehen kleiner Gemeinden existenziell und für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und damit für die Attraktivität der Orte für junge Familien unabdingbar. Daher fordert die SPD die Landesregierung auf, auch die Schulleitungen kleiner Grundschulen besser zu stellen.

0 Ansichten
 

07131 8987141

Wilhelmstraße 3, 74072 Heilbronn

©2019 by Rainer Hinderer and Reinhold Gall