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Druck auf die abgetauchte Ministerin war zu groß

„Überfällig“ – so bezeichnet Reinhold Gall, parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, die Ankündigung von Ministerin Eisenmann, bis Ende Juni Kitas und Grundschulen wieder zum Regelbetrieb zu führen.


„Der Druck der Eltern hat endlich gewirkt“, so Gall. „Es ist aber vor allem für die Kinder eine lang ersehnte Nachricht, die es nun schwarz auf weiß haben, dass sie Ende Juni wieder ihre Freundinnen und Freunde, ihre Erzieherinnen und Erzieher sehen dürfen. Nicht nur Fachverbände, sondern auch Wissenschaftler hatten dies längst gefordert. Die Zwischenergebnisse der vom Land in Auftrag gegebenen Kinderstudie kommen deswegen auch wie gerufen, um der Ministerin den Anlass für die Öffnung zu liefern. Ihr bildungspolitisches Abtauchen hat viel Schaden angerichtet“.


„Eine Wendung um 180 Grad“ erkennt SPD-Fraktionschef Andreas Stoch: „Noch vor einer Woche wurden unsere Forderungen von der Ministerin abgetan, nun hat der allgemeine Druck endlich zur Einsicht geführt. Das hätte schneller gehen können, wenn man unsere Anregungen nicht pauschal ignoriert hätte. Aber lieber spät als nie“.


Stoch fordert nun, schnellstens einen runden Tisch mit Kommunen, Kita-Trägern und Gewerkschaften einzuberufen. „Ein Austausch über die Umsetzung der Öffnung ist dringend nötig. Es darf nicht wieder nur bei Ankündigungen bleiben. Und niemand wünscht sich, dass sich das Eisenmann-Chaos vom 18. Mai wiederholt.“

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