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Grün-Schwarz unterschätzt die Integrationskraft des herkunftssprachlichen Unterrichts

Nachdem die Landesregierung erneut nichts unternimmt, um den herkunftssprachlichen Unterricht durch das Land zu leisten, kritisiert der Fraktionsvize und bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Dr. Stefan Fulst-Blei diese Untätigkeit:

„Grün-Schwarz unterschätzt die Integrationskraft des herkunftssprachlichen Unterrichts und drückt diesen aus Kostengründen leichtfertig an die ausländischen Konsulate ab. Während andere Länder sich um sinnvolle Modelle weg vom Konsulatsunterricht bemühen, verharrt Baden-Württemberg angesichts seiner Integrationsaufgabe in Schockstarre.

Es ist zu wenig und eindimensional, wenn Dr. Susanne Eisenmann als Kultusministerin des Flächenlandes mit dem bundesweit höchsten Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund lediglich mehr Deutsch sprechen empfiehlt. Eine Förderung der Kinder und Jugendlichen in ihrer Herkunftssprache unterstützt das Deutschlernen und macht ihnen deutlich, dass ihre Mehrsprachigkeit ein Gewinn und kein Problem ist.

Die SPD fordert die Überführung des herkunftssprachlichen Unterrichts in staatliche Verantwortung und hat bereits letzten Sommer zusammen mit der GEW und dem Zentrum HeiMaT ein entsprechendes Konzept vorgelegt. Erster Schritt ist darin ein Schulversuch, im Rahmen dessen Schulen herkunftssprachlichen Unterricht als Wahlfach anbieten können.“

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