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SPD fordert Grundrente

Viele Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, landen wegen ihrer niedrigen Löhne als Rentnerinnen und Rentner in der Grundsicherung. Das wollen wir ändern. Arbeit muss sich lohnen – auch in der Rente. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will eine gerechte Grundrente einführen. Das Ziel: Wer ein Leben lang gearbeitet, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt hat, soll im Alter deutlich besser abgesichert sein als jemand, der nicht gearbeitet hat. Denn das ist eine Frage der Anerkennung und Gerechtigkeit. Zugleich bekämpfen wir damit die Altersarmut.

Im Kern sollen kleine Renten per Zuschlag erhöht werden - und zwar automatisch berechnet durch die Rentenversicherung. Voraussetzung sind mindestens 35 Jahre Einzahlung in die Rentenkasse. Auch Teilzeit, Kindererziehungs- und Pflegezeiten zählen mit, allein Minijobs reichen aber nicht. Generell gilt: Wer nach genau 35 Beitragsjahren weniger als 896 Euro Rente hat, bekommt einen Zuschlag. Beschäftigte, die immer nur Mindestlohn verdienten, sollen die maximale Aufwertung von 447 Euro erhalten.

Drei bis vier Millionen jetzige und künftige Rentnerinnen und Rentner sollen profitieren. Ein großer Teil (75 Prozent) davon sind Frauen. Sie arbeiten in Berufen, die schlechter bezahlt werden als typische Männerjobs und haben durch Kindererziehung und Pflege von Angehörigen auch viel öfter nur Teilzeit arbeiten können. Die Grundrente ist ein Beitrag zur Gleichberechtigung.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) rechnet mit Kosten in mittlerer einstelliger Milliardenhöhe pro Jahr. Finanziert werden soll das aus Steuermitteln. Das ist gerecht, schließlich ist es eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft – nicht nur der Beitragszahler – kleine Renten aufzustocken.

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