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SPD-Halbjahreszeugnis für Kultusministerin Eisenmann: versetzungefährdet

Vor Kurzem haben die Schülerinnen und Schüler Halbjahreszeugnisse erhalten. Aber wie sieht es mit den Leistungen der Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann aus? Ihre Kernaufgabe ist die Unterrichtsversorgung und genau da haben die SPD-Landtagsabgeordneten Reinhold Gall und Rainer Hinderer mit einer Parlamentsanfrage für den Land- und Stadtkreis Heilbronn nachgefragt und mussten leider feststellen: „Die Versetzung von Frau Eisenmann wäre gefährdet, denn in ihrem Zeugnis steht gleich mehrfach ein „ungenügend“: zu viele Stunden fallen aus, zu viele Stellen bleiben unbesetzt und die Vertretungsreserve reicht hinten und vorne nicht.“


„Unsere Schulen sind unterversorgt,“ kritisiert Reinhold Gall mit Blick auf die Zahlen für den Landkreis Heilbronn und verweist auf die besonders hohen Ausfallquoten mit 6,4 Prozent an den Realschulen und 5,6 Prozent an den Gymnasien. Er bezeichnet es als einen schlechten Scherz, dass der Versorgungsgrad der Schulen von der Kultusministerin als auskömmlich bezeichnet wird: „Niemandem ist geholfen, wenn zwar auf dem Papier die Versorgung der Schulen zu Schuljahresbeginn im Durchschnitt bei fast 100 Prozent liegt, bei der ersten Erkältungswelle der Stundenplan jedoch wie ein Kartenhaus zusammenfällt“. Die SPD fordert deshalb umgehend die Aufstockung der Vertretungsreserve auf 2.000 Lehrkräfte und mittelfristig einen Versorgungsgrad der Schulen von mindestens 106 Prozent.


„Die Situation an den Heilbronner Schulen ist insgesamt höchst bedenklich“ stellt Rainer Hinderer fest, da der Stadtkreis nach Freiburg die zweithöchste Ausfallrate aller baden-württembergischen Kreise aufweist. In Zusammenhang mit der Krankheitsreserve ist im Stadtkreis eine Zahl besonders auffällig. An den Gemeinschaftsschulen der Stadt fielen in der betrachteten Woche 13,4 Prozent des Unterrichts aus, was sich auf die Krankheit einiger Lehrkräfte zurückführen lässt. Eine funktionierende und gut ausgestattete Krankheitsreserve, hätte die Probleme an dieser Stelle lösen können.


Aufmerksam machen Gall und Hinderer auf die prekäre Situation der Grundschulen: „Dort können die Kinder nicht einfach nach Hause geschickt werden, was erklärt, warum die Zahlen zum Unterrichtsausfall zwar besser aussehen. Die Realität ist aber eine andere.“ Sie fordern eine schonungslose Analyse und entschiedenere Maßnahmen von Grün-Schwarz. Die SPD hat in den Haushaltsverhandlungen jüngst die Erhöhung der Studienplätze im Bereich Grundschule um 220 und im Bereich Sonderpädagogik um 260 gefordert, um zumindest mittelfristig Entlastung für die Schulen zu garantieren. Die Regierungsfraktionen waren aber nicht bereit, diesem Ansinnen der SPD zu folgen und haben diese Erhöhung unisono abgelehnt.

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